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Steuerrecht in
Spanien & Europa

Wir beraten nichtresidente Immobilieneigentümer in ihren Steuerangelegenheiten...

Jedes Jahr heißt es auf ein Neues: Die Immobiliensteuer für Nicht-Residente ist dem spanischen Staat gegenüber zu erklären und abzuführen – und fast jedes Jahr ändern sich die Voraussetzungen und Formulare. Jährlich ändert sich zudem die Abfrage des grundlegenden Katasterwertes. Unsere erfahrenen Mitarbeiterinnen nehmen Ihnen diese Arbeit ab. Wir bereiten für Sie die Formulare vor (Modelos), rechnen für Sie die Steuern aus und führen die Steuern für Sie bei dem zuständigen Finanzamt ab. Wichtig: Wir stellen Ihnen auch die nun obligatorische Zustelladresse für Zustellungen des zentralen Finanzamtes in Madrid zur Verfügung: Steuern und Co.: keine Sorge: wir machen Ihre Steuererklärung!

Der Unterschied zwischen Residencia und Steuerresidenz in Spanien

Als es die gute alte Residencia noch gab, d.h. von sämtlichen Eu Bürgern, die sich dauerhaft auf Mallorca aufhalten wollten noch zu beantragen war, herrschte bereits eine stetige Verwirrung zwischen den Begriffen der Residencia und der Steuerresidenz in Spanien.

Selbst die beurkundenden Notare schienen den tatsächlichen Unterschied nicht zu kennen oder nicht erkennen zu wollen. Dies lag wohl vor allem daran, dass das Innehaben des Ausweispapiers Residencia als Indiz dafür galt, dass der Inhaber sich mehr als 183 Tage im Jahr in Spanien aufhielt und dementsprechend sein gesamtes Welteinkommen auch dort versteuerte. Das dies in den meisten Fällen eben gerade nicht so war wurde des Öfteren übersehen. Tatsächlich wurde die Residencia von zahlreichen ausländischen Immobilieneigentümern erworben, um sich die hiermit verbundenen Vorteile zu sichern. Eine Steuerzahlung erfolgte – über die jährlichen Liegenschaftsabgaben wie Grund- bzw. Vermögens- bzw. Einkommenssteuer auf den fiktiven Mietwert hinaus - jedoch nie. Warum auch? Eine Aufforderung zu einer Einkommenssteuerzahlung in Spanien aufgrund des vorhergehenden Erwerbs eines Aufenthaltstitels gab es im System der steuerlichen Selbstveranlagung nicht.

Es muss daher an dieser Stelle klargestellt werden, dass allein derjenige Steuerresident in Spanien ist, der dort auch sein gesamtes Welteinkommen versteuert und nicht der jenige, der lediglich eine Aufenthaltsgenehmigung besitzt. Der Zusammenfall von Aufenthaltstitel, tatsächlichem Aufenthalt und dementsprechender eventueller Steuerpflicht reicht hierfür noch nicht aus - übrigens auch und gerade nicht zu einer Privilegierung im Bereich der Erbschaftssteuer.

Vielmehr wurde vormals die falsche Annahme einer Steuerresidenz durch die spanischen Amtswalter aufgrund der Vorlage des Ausweispapiers der Residencia häufig dazu benutzt als Steuerresident zu gelten und etwa - bei dem Verkauf einer Immobilie - in den Bereich eines günstigen Steuertatsbestandes zu gelangen.

Nach dem „Wegfall“ der Residencia funktioniert dies nicht mehr. Seit dem 01.03.2007 muss und kann der Aufenthaltstitel von EU Bürgern nicht mehr beantragt werden. Diese haben sich bei einem Aufenthalt in Spanien, der über 3 Monate hinausgeht in einem zentralen Ausländerregister eintragen zu lassen, wobei eine zuvor erteilte Residencia eingezogen wird. Der Eintrag in diesem Register gilt allein als Indiz für eine Steuerpflicht. Als Nachweis des Eintrages erhält man sodann ein grünes DIN A4 Blatt, das aber – anders als die Residencia – nicht als Ausweispapier akzeptiert wird.

Diese Neuerung ist allerdings gerade vielen spanischen Behörden, wie eben Gemeindeämtern, Finanzämtern oder auch der Straßenverkehrsbehörde weitgehend verborgen geblieben. Denn immer wieder wird man mit Nachdruck zur Vorlage der Residencia – in Form des früheren Ausweisdokumentes - aufgefordert und sieht sich paradoxerweise in der Rolle desjenigen, der sein nicht selten verbeamtetes Gegenüber hinsichtlich der neuen Sache- und Gesetzeslage aufzuklären hat.

Auch im Zusammenhang mit einer einfachen Anmeldung bei dem zuständigen Gemeindeamt kommt es immer wieder zu einer Falschannahme bzgl. der Rechtsnatur des Vorganges. Die Einschreibung in das Einwohnerregister der Gemeinde, in der man - teilweise auch nur vorübergehend – wohnt, weil man Eigentum an einer dort befindlichen Liegenschaft erworben oder einen Mietvertrag für Wohnräume unterschrieben hat, ist eine rein einwohnermeldeamtliche Verpflichtung und hat wiederum nichts mit einer Aufenthaltsgenehmigung geschweige denn Steuerresidenz gemein. Vor allem die Verpflichtung der Steuerrnichtesidenten zu der Zahlung einer nach wie vor überdimensional hohen Erbschaftssteuer kann so nicht umgangen werden.

Bei einer gemeindlichen Anmeldung wird auch nicht mehr zwischen Kategorien wie etwa erster oder zweiter Wohnsitz unterschieden. Ebensowenig benötigt man für eine Anmeldung bei einer spanischen Gemeinde eine Abmeldebescheinigung aus Deutschland.

Obgleich es vereinzelt zuletzt nach einem Abgleich mit den Gemeinden zu einer finanzamtlichen Aufforderung zu der Darstellung der Einkommensversteuerung von potentiellen Steuersubjekten kam, steht es letztlich doch jedermann frei, nachzuweisen, in welchem Mitgliedsland der EU er seiner Einkommenssteuerpflicht nachkommt.

 

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